Zahnärztliche Informationen für Eltern von Kindern und Jugendlichen in Ahaus

Wollen Sie Ihren Kindern Zahnprobleme ersparen?
So bleiben die Zähne Ihrer Kinder gesund!

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Gesunde Zähne für Ihr Kind
Information für Eltern von Kindergarten- und Schulkindern über Individualprophylaxe in unserer Praxis
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Was Sie und der Zahnarzt für die Zahngesundheit Ihrer Kinder tun können

Liebe Eltern! Bereits die ersten Lebensjahre sind entscheidend für ein gesundes Gebiss. Wenn hier die Weichen richtig gestellt werden, können Ihre Kinder ein Leben lang gesunde Zähne behalten und schmerzliche Erfahrungen mit dem „Zahnarztbohrer“ vermeiden. Erfahren Sie hier, warum gesunde Zähne so wichtig für die positive Entwicklung Ihrer Kinder sind und mit welchen Maßnahmen Sie dieses Ziel gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt erreichen. Ihre Kinder werden es Ihnen einmal danken, dass Sie so um Ihre Zahngesundheit besorgt waren.

Warum sollen Milchzähne gesund bleiben? Die fallen ja doch aus!

Weil sie wichtige Aufgaben haben:

 

  • Kauen
  • Abbeißen
  • Sprechen
  • Platz für die bleibenden Zähne freihalten
  • und: schön aussehen...!

 

Und weil kranke oder fehlende Milchzähne nur Probleme bringen:

 

  • Schmerzen
  • Kauen und Abbeißen wird schwierig
  • Sprechen lernen wird behindert, logopädische Behandlung wird erforderlich
  • Bleibende Zähne finden keinen Platz mehr, kieferorthopädische Behandlungen werden notwendig
  • Aufwändige Behandlungen oder gar Zahnentfernungen, die keinem Beteiligten Spaß machen, sind nicht mehr vermeidbar.
  • und: schwarze oder fehlende Zähne sind hässlich, stigmatisieren das Kind und führen zu sozialer Ausgrenzung.

 

Vorsorge für Kleinkinder

Ab dem ersten Zahn muß regelmäßig geputzt werden.
Die Neugier der Kleinkinder kann auch das Putzen der Zähne erleichtern!

Die Betreuung durch den Kinderzahnarzt beginnt im Grunde schon dann, wenn sich der erste Zahn im Munde der Kinder blicken lässt. Die ersten Untersuchungen sind eher kurz und spielerisch und vermitteln dem Kind einen positiven Eindruck vom Zahnarztbesuch. In den ersten drei Lebensjahren Ihres Kindes kommen die Milchzähne. Sie bleiben zum Teil bis etwa zum 12. Lebensjahr im Munde und erfüllen während dieser Zeit wichtige Funktionen. Deshalb brauchen sie besonderen Schutz. Der Schmelz der Milchzähne ist weicher als der von bleibenden Zähnen und daher anfälliger für Karies. Aber nicht nur das: Wenn erst einmal eine Karies entstanden ist, verläuft sie viel schneller als bei bleibenden Zähnen. Das kann dazu führen, dass ein Milchzahn innerhalb weniger Monate vollständig verfault. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Zähne Ihres Kindes regelmäßig alle sechs Monate untersuchen lassen. Bei Kindern mit hoher Karies-Anfälligkeit sollten diese Untersuchungen sogar vierteljährlich stattfinden.

Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr führen wir die sog. Früherkennungs-Untersuchung durch. Diese beinhaltet:

 

  • Die Feststellung von eventuellen Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten einschließlich Beratung
  • Die Einschätzung des Karies-Risikos
  • Ernährungs- und Mundhygieneberatung
  • Empfehlung und ggf. Verordnung geeigneter Mittel zur Schmelzhärtung.

Wenn eine Milchzahn-Karies rechtzeitig entdeckt wird, kann sie relativ einfach behandelt werden. Wenn sie lange Zeit unentdeckt blieb, führt sie zur völligen Zerstörung des Zahnes mit Vereiterungen, Schwellungen und Schmerzen. Solche zerstörten Zähne können oft nur noch entfernt werden. Kranke und vereiterte Zähne beeinträchtigen die Gesundheit Ihres Kindes. Zahnlücken führen dazu, dass es zu Verschiebungen der Zähne kommt, die oft spätere kieferorthopädische Behandlungen mit entsprechenden Kosten notwendig machen. Ersparen Sie Ihrem Kind diese Erfahrungen, indem Sie seine Zähne halbjährlich untersuchen und es an unserem Prophylaxe-Programm (s.u.) teilnehmen lassen!

Keine Schmerzen - Alles gut?

Was bedroht die Kinderzähne überhaupt?

Die Abwesenheit von Schmerzen heißt nicht, dass alles in bester Ordnung ist. Die Mundgesundheit Ihrer Kinder wird ja nicht nur von Karies bedroht:

 

  • Karies (Zahnfäule, Löcher)
  • Zahnfehlstellungen
  • Störungen des Zahndurchbruches und des Zahnwechsels
  • Aggressive Parodontalerkrankungen
  • Schädliche Angewohnheiten (z.B. Daumenlutschen)
  • Schädliche Ernährungsweisen (z.B. ständiges Trinken)
  • Risikoreiche Sportarten und Freizeitgestaltung

Prophylaxe für Kinder und Jugendliche

Grundschulkinder

Zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr sind sowohl Milch- als auch bleibende Zähne im Mund Ihres Kindes. Ab etwa dem 6. Lebensjahr brechen die ersten bleibenden Schneidezähne und die ersten bleibenden Backenzähne durch. Diese frisch durchtretenden Zähne bedürfen eines besonderen Schutzes, weil ihr Schmelz am Anfang noch nicht ausgereift und deshalb anfällig für Karies ist. Wie diese Schutzmaßnahmen aussehen, erfahren Sie weiter unten, wenn es um die wirksame Prophylaxe von Zahnschäden geht. Auch hier ist es wichtig, das Gebiss Ihres Kindes alle 6 Monate zu untersuchen. Nicht nur, um Zahnschäden rechtzeitig zu erkennen, sondern auch um Fehlstellungen feststellen und rechtzeitig kieferorthopädisch behandeln zu können.

 

Schulkinder und Jugendliche

Wenn mit etwa 12 Jahren die letzten Milchzähne ausgefallen sind, sprechen wir vom bleibenden Gebiss. Das sind die Zähne, mit denen Ihr Kind ein ganzes Leben lang auskommen muss. Anders als früher wissen wir heute, dass es möglich ist, ein Leben lang gesunde und feste Zähne zu erhalten: Durch regelmäßige und gründliche Zahnpflege, zahngesunde Ernährung, regelmäßige Kontrolluntersuchungen und durch professionelle Prophylaxe in der Zahnarztpraxis.

Denken Sie nicht an einen roten Ball!

(Woran denken Sie jetzt?)

Wie bereite ich mein Kind auf den Besuch beim Zahnarzt vor?

Kleinkinder sollten so früh wie möglich an den Zahnarztbesuch gewöhnt werden.
Dieser junge Mann nimmt die "elektrische Zahnbürste" selber in die Hand

 

 

 

Kommen Sie rechtzeitig (ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes) und regelmäßig (wenigstens zwei mal im Jahr) zur Kontrolle. So lernt das Kind, dass der Besuch beim Zahnarzt etwas Normales ist. Solange noch kein akuter Behandlungsbedarf da ist, kommt es auf die Mitarbeit des Kindes nicht an: ist sie gut, wird es überschwänglich gelobt, ist sie nicht so gut, klappt es vielleicht beim nächsten mal besser.

 

Sprechen Sie positiv über den anstehenden Zahnarztbesuch. Wenn das Kind fragt, was gemacht wird, sagen Sie: Der Zahnarzt will sehen, wie viele Zähne du schon hast! Er will sie zählen. Wir sprechen bei kleinen Kindern vom Zähne-Zählen. Dabei führen wir natürlich eine gründliche Untersuchung durch.

 

Manchmal ist es sinnvoll, vorab in Abwesenheit der Kinder über die Untersuchung oder andere Fragen zu sprechen. Geben Sie uns einen Hinweis, dann werden wir es arrangieren, daß Ihr Kind für kurze Zeit abgelenkt wird.

 

Machen Sie Termine zur Kontrolle zur für Ihr Kind optimalen Tageszeit aus. Hungrige und müde Kinder finden sowieso alles doof.

Sagen Sie, was das Kind tun soll: „Setz dich schön hin und mach deinen Mund gaaaanz weit auf wie ein Krokodil, damit der Zahnarzt deine Zähne zählen kann“, und nicht, was es nicht tun soll: „Hab keine Angst“ (Siehe Beispiel mit dem roten Ball). Drohen Sie nie mit dem Zahnarzt oder dem „Bohren“. Kinder merken sich alles.

 

Wenn sich nach dem Zähne-Zählen Behandlungsbedarf ergeben sollte, sprechen wir mit Ihnen und Ihrem Kind darüber.

 

Auch dann ist es oft besser die eventuell anstehenden Behandlungen oder auch Vorsorgeempfehlungen nicht vor den Ohren der Kinder zu besprechen. Unsere erfahrenen Mitarbeiterinnen gelingt es fast immer, die Kinder davon abzulenken.

 

Am Ende des Zahnarztbesuches bekommen die Kinder eine kleine Belohnung für ihre Mitarbeit.

 

Wie entsteht Karies?

Karies entsteht durch Säureeinwirkung auf die Zähne. Diese Säuren entstehen durch die Umwandlung von Zucker durch bestimmte Mundbakterien. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Zwischenmahlzeiten so weit wie möglich einzuschränken, sondern auch die Säure bildenden Bakterien im Mund zu vermindern.

Erst entsteht der Zahnbelag

Zahnschmelz ist immer mit einem sogenannten Schmelzoberhäutchen bedeckt.
Auf der kristallinen Oberfläche des Zahnes (blau) lagert sich zuerst das Schmelzoberhäutchen (grün) an, das aus organischen Bestandteilen des Speichels besteht.

Der gesamte Mensch ist, wie Sie bestimmt wissen, von Bakterien bewohnt. Diese befinden sich nicht nur auf der Haut, sondern vor allem im gesamten Magen-Darm-Trakt, einschließlich Mund. Dort befinden sie sich auf den Schleimhäuten, der Zunge und: auf den Zähnen. Die Bakterien lagern sich schichtweise auf den Zähnen an.

Dann lagern sich Bakterien an

Bakterien lagern sich schnell auf dem Zahn ab.
Hier finden die Bakterien (gelb) gute Bedingungen um sich anzuheften. Sie verbinden sich mit "Klebstoff" (rot).

Im Munde hat man über 600 verschiedene Bakterienarten entdeckt, wahrscheinlich gibt es dort noch viel mehr.
Verantwortlich für den Beginn der Karies:
- Streptococcus mutans
- Streptococcus sobrinus
Und für das Fortschreiten der Karies:
- Lactobacillen
- Actinomyces viscosus
- Hefepilze

Die Plaque ist da!

Plaque ist die Brutstätte für Karies und Parodonaterkrankungen
Schließlich bilden sich dicke Schichten von Bakterien, die man Plaque nennt. Sie sind mit dem Wasserstrahl nicht zu entfernen.

Am Kariesgeschehen sind aber nur wenige verschiedene Keime beteiligt. Im Zusammenhang mit Prophylaxe, wo es ja um „Wehret den Anfängen“ geht, sind insbesondere die Streptokokken mutans und sobrinus relevant.

Fütterung der Bakterien

Die Bakteien in der Plaque leben von Zucker, insbesondere von den sogenannten Ein- und Zweizuckern:

 

  • Fruchtzucker (Fructose)
  • Traubenzucker (Glucose)
  • Malzzucker (Maltose)
  • Rohrzucker (Saccarose)
  • Milchzucker (Lactose)

 

Diese Leibspeisen der Streptokokken kommen in unserer Nahung überall vor, also nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in scheinbar "zahngesunden" Nahrungsmitteln wie Obst oder Brot.

 

Vom Zucker zur Säure

Diese Zucker werden von den Bakterien aufgenommen und verstoffwechselt. Die Bakterien brauchen die dabei freiwerdende Energie und lassen als Endprodukt Milchsäure (Laktat) übrig.  Unter der Plaque werden kurzzeitig ph-Werte von weniger als 4 erreicht.
Diese Absenkung des pH-Wert kann bildlich dargestellt werden. Diese Darstellung nennt man nach ihrem Erstbeschreiber „Stefankurve“.

Die Absenkung des ph-Wertes unter der Plaque nach Zuckerzufuhr (Pfeil). Erst nach etwa 20 Minuten ist der neutrale Ausgangswert wieder erreicht.
Die Absenkung des ph-Wertes unter der Plaque nach Zuckerzufuhr (Pfeil). Erst nach etwa 20 Minuten ist der neutrale Ausgangswert wieder erreicht.

Säure löst den Zahn auf!

Bei solchen Bedingungen löst sich der Zahnschmelz einfach auf. Man kann es sich vorstellen, wie wenn aus einer Wand einzelne Steine herausgebrochen werden. Die Wand ist zwar noch da, sie ist aber nicht mehr so stabil. Dieser Vorgang heißt Demineralisierung.

Irgendwann ist aber der Zucker verbraucht oder vom Speichel weggespült und die  Säuren werden neutralisiert. Dann können von Speichelbestandteilen die kleinen Defekte im Zahnschmelz repariert werden (Remineralisation).

So kommt es ständig zu Ab- und Aufbau von Zahnsubstanz auf molekularer Ebene. Solange beide Vorgänge sich die Waage halten, kann man von normalen biologischen Vorgängen sprechen.

Erhalten diese Bakterien in ihrer Plaque nun häufiger Zucker, sinkt der pH-Wert auch häufiger ab. Dann wird über einen insgesamt längeren Zeitraum Zahnschmelz aufgelöst. Das Gleichgewicht wird zu Ungunsten der Zahnsubstanz in Richtung Demineralisierung verschoben.

Nach jeder Zuckerzufuhr (Zuckerimpulse, Pfeile) sinkt der pH-Wert unter die kritische Marke von 5,8. Die rot markierten Bereiche stellen die Auflösung des Zahnschmelzes dar, die Demineralisation. Am Zahn selber kann man die weiter fortgeschrittener Demineralisierung erkennen. Nach Entfernung der Plaque erscheinen die sogenannten demineralisierten Zonen als weiße opake Flecken, die sich von der gesunden Zahnsubstanz deutlich unterscheiden.

Häufige Zwischenmahlzeiten schaden dem Zahn
Wird nun häufig Zucker aufgenommen (Pfeile) sinkt der ph-Wert unter der Plaque häufig unter den kritischen Wert ab (roter Bereich) und der Zahn löst sich auf.
Säure greift den Zahn an.
Viel interessanter als chemische Formeln sind sichtbare Effekte: unter der Plaque bilden sich sogenannte Demineralisierte Zonen, die kreidig weiß und opak aussehen (links) oder gar bräunlich (rechts).

Spätestens jetzt muß etwas geschehen. Auch jetzt ist die Wiederherstellung der Zahnsubstanz im Sinne der Remineralisierung noch möglich. Als Resultat sehen wir dann entweder nichts mehr, oder auch glänzende weiße, manchmal auch bräunliche bis schwarze Flecken. Werden diese Stellen aber verletzt, ist eine vollständige Wiederherstellung der Zahnsubstanz nicht mehr möglich. Dann werden Füllungen fällig.

Das wird bei der Prophylaxe gemacht:

Für jede Altersgruppe gibt es speziell abgestimmte Prophylaxe-Maßnahmen. Allen gemeinsam ist, dass sie mit einer ausführlichen Beratung beginnen: Zur zahngesunden Ernährung, zur richtigen Mundpflege und zur Wahl der wirksamsten Zahnpflegemittel.

Vorsorge für Kleinkinder

Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr führen wir die sog. Früherkennungs-Untersuchung durch. Diese beinhaltet:

 

  • Die Feststellung von eventuellen Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten einschließlich Beratung
  • Die Einschätzung des Karies-Risikos
  • Beratung zur Mundhygiene und Ernährung
  • Empfehlung und ggf. Verordnung geeigneter Mittel zur Schmelzhärtung.

 

Individualprophylaxe für Kinder und Jugendliche

In der Phase vom 6. bis zum 18. Lebensjahr findet eine besonders intensive halbjährliche Betreuung statt:

 

  • Dabei wird der sog. Mundhygienestatus erhoben: Die Zahnbeläge werden mit einem speziellen Mittel angefärbt, um sie gut sichtbar zu machen. So können wir Ihrem Kind im Spiegel zeigen, wo es besser putzen muss.
  • Um Ihr Kind zu motivieren und ihm das Vorgehen besser verständlich zu machen, bekommt es „Schulnoten“ für seine Putzerfolge.
  • Nach dem Anfärben zeigen wir Ihrem Kind, wie es seine Zähne selber am besten putzt, um eine erneute Belag-Bildung zu verhindern.
  • die dicken Backenzähne erhalten eine Versiegelung gegen Karies.
  • Anschließend werden sämtliche Zähne mit einem hochwirksamen Schutzlack überzogen, der sie bis zu drei Monate lang vor Karies schützt.
  • Das alles findet in einer lockeren und freundlichen Atmosphäre statt, in der es nur um die Zahngesundheit Ihres Kindes geht. Es soll Spaß an der Zahnpflege bekommen.

 

Was ist von Fluorid zu halten?

Fluorid ist im menschlichen Körper in Zähnen und Knochen enthalten. Ohne Fluorid ist menschliches Leben nicht möglich. Im Zahnschmelz ist es im wesentlichen im sogenannen Fluorapatit enthalten, einem Bestandteil der Schmelzkristalle. Je höher der Anteil an Fluorapatit, desto größer die Widerstandsfähigkeit gegen Auflösung durch Säuren.

Deshalb ist die Fluoridierung ein ganz wichtiger Bestandteil der Karies-Prophylaxe.

Es gibt zwei verschiedene Ansätze:

 

die systemische Fluoridierung

Hier wird das Fluorid in den Körper aufgenommen. Grundgedanke ist, das das Fluorid in den sich bildenden Zahn eingebaut wird, deshalb kommt diese Art der Fluoridierung für Kinder in Betracht.

 

  • Tablettenfluoridierung bei Kleinkindern
  • Trinkwasserfluoridierung (wird in einigen Ländern praktiziert, nicht bei uns)
  • Verwendung von fluoridhaltigem Speisesalz

 

 

die lokale Fluoridierung

Den größten Effekt hat aber die lokale Fluoridierung. Die häufige Umspülung des Zahnes mit fluoridhalten Lösungen, Zahnpasten und ähnlichen Präparaten führt zur Umwandlung des fertigen Apatits in Fluorapatit. So kann auch am ferigen Zahn eine Verbesserung ("Härtung") der Zahnsubsanz erreicht werden.

 

  • Zahnpasta
  • Fluoridreiche Zahnpasta
  • Lacke
  • Gele

 

Was für jeden Patienten sinnvoll ist, besprechen wir im Rahmen der Prophylaxesitzungen. Dabei legen wir weltweit anerkannte Konzepte und die Empfehlungen der Zahnärztekammern und Kinderärzte zugrunde. So finden wir mit unserern Patienten zusammen den besten Weg, der größtmöglichen Schutz vor Karies bietet und unnötige Risiken vermeidet.

Welche Zahnbürste ist die beste?

Diejenige, die richtig angewendet wird! So lautet die salomonische Antwort. Lassen Sie sich nicht von den Versprechen der Werbung einwickeln: nur die richtige, individuell angepaßte Putztechnik führt zu wirklich sauberen Zähnen und verhindert Schäden an Zahnsubstanz und Zahnfleisch. In den Prophylaxesitzungen zeigen wir jedem, wie es geht.

Handzahnbürste?

Die Handzahnbürste ist vergleichsweise kostengünstig (auch dann, wenn sie, wie wir es empfehlen, alle 6 Wochen gewechselt wird). Nehmen Sie immer die mittelharte Ausführung. Die anderen Unterschiede in Anzahl, Aufstellung und Länge der Borsten scheint im Hinblick auf die Putzleistung nicht so relevant zu sein. Nehmen Sie eine Bürste, mit der Sie gut klar kommen und ein gutes Gefühl haben.

Für besondere "Eckchen" geben unsere Prophylaxeassistentinnen individuelle Empfehlungen.

Entscheidend ist die Technik und die Systematik.

 

  • Technik: einfach und effizient, sorgt für optimale Reinigung
  • Systematik: damit kein Zahn vergessen wird!

 

 

elektrische Zahnbürste?

Wenn Technik und Systematik stimmen, kann bequem und schnell ein gutes Putzergebnis erzielt werden. Die Gefahr besteht aber darin, daß man sich die Bürste in den Mund hält, und glaubt, sie würde von selbst alles richten. Auch für die elektrische Bürste braucht man eine spezielle Technik, die Ihnen unsere Mitarbeiterinnen zeigen.

Aber gerade für Eltern, die ihren Kindern die Zähne putzen wollen, ist die elektrische Kinderzahnbürste ein Segen.

Zahnzwischenraumbürste und Einbüschelbürste

Für jedes Eckchen im Munde gibt es die passende Bürste!
Die Zahnzwischenraumbürste kann auch bei festsitzenden kieferorthopädichen Geräten verwendet werden.

Diese beiden besonderen Bürsten sind gerade für Kinder und Jugendliche mit festen kieferorthopädischen Apparaturen geeignet. Im Rahmen der Prophylaxebehandlung zeigen wir Ihren Kindern, wie sie auch während der kieferorthopädischen Behandlung ihre Zähne gesund erhalten können.

Warum Fissurenversiegelung?

Als Fissur (lateinisch "Spalt") bezeichnet man die kleinen Ritzen auf den Backenzähnen. Diese kleinen Ritzen sind oft wirklich so schmal und eng wie ein Spalt, so daß die Borsten der Zahnbürste nicht bis an den Grund der Ritze gelangen können. Aber die  Bakterien, von denen wir oben berichtet haben, schaffen das leicht. Und so kan Karies entstehen, obwohl immer fleißig geputzt wird. Die Ausprägung der Fissuren ist von Mensch zu Mensch verschieden und werden vererbt, so daß hier durchaus von einem "vererbten hohen Kariesrisiko" gesprochen werden kann.

 

Als Lösung für das Problem bietet sich die Fissurenversiegelung an. Dabei wird die noch gesunde Fissur gründlich gereingt und mit Kunststoff ausgeschwemmt. Dann haben die Bakterien keinen Platz mehr. Die Behandlung ist einfach, schnell, schmerzfrei und vor allem hocheffizient.

 

Jede Fissur in dicken Backenzähnen sollte daher sobald wie möglich versiegelt werden.

 

Wie oft muß die Versiegelung erneuert werden?

Eine Fissurenversiegelung hält wie eine Füllung jahrelang. Solange sie intakt ist, kann sie belassen werden, zeigen sich Mängel oder ein Totalverlust, wird sie erweitert oder erneuert. Wichtig sind auch bei versiegelten Zähnen halbjährliche Kontrollen.

Wirkt Prophylaxe überhaupt?

  • Mehr als putzen kann ich nicht!
  • Die schlechten Zähne habe ich geerbt!
  • So viel Süßes ißt mein Kind gar nicht!

 

So etwas hören wir immer, wenn sich in den Zähne Schäden gezeigt haben und die Wirksamkeit der Prophylaxe angezweifelt wird. Sicherlich gibt es keine Garantie, daß niemals mehr Karies entsteht, egal wie gut die Prophylaxe ist. Aber es ist doch ein Unterschied, ob keiner oder vielleicht nur ein Milchzahn erkrankt oder ganz viele.

 

Prophylaxe ist ein Zusammenspiel verschiedener einzelner Maßnahmen. Man kann es sich vorstellen, wie wenn man im Winter nach draußen geht: lange Unterwäsche, dicke Socken, Strickpollover, warme Jacke, Schal, Handschuhe, Mütze und Winterschuhe schützen einen vor Erkältung. Nur weil man vielleicht dennoch einen Schnupfen bekommen könnte, stellt niemand die Sinnhaftigkeit der Winterkleidung in Frage und geht in Badehose raus.

 

Genau so ist es mit der Kariesprophylaxe: regelmäßige, gewissenhafte Mundhygiene bis in die Eckchen, Vermeiden häufiger (auch scheinbar gesunder) Zwischenmahlzeiten und regelmäßige Prophylaxebehandlungen helfen Karies und Parodontalerkrankungen mit großer Sicherheit zu vermeiden.

 

Prophylaxe wirkt, wenn sie gemacht wird!

Regelmäßig durchgeführte Prophylaxe-Maßnahmen schützen Kinder und Erwachsene vor Karies und Parodontitis und sind die beste Vorbeugung. Lassen Sie deshalb Ihre Zähne und die Ihrer Kinder halbjährlich vom Zahnarzt untersuchen! Lassen Sie Ihre Kinder ebenfalls halbjährlich an den Prophylaxe-Maßnahmen teilnehmen. Natürlich kann beides in jeweils einem Termin durchgeführt werden. Wir reservieren dann die erforderliche Zeit dafür.

Und was kostet das?

Was kostet KEINE Prophylaxe?

Das ist die Frage, die man sich zuerst stellen sollte! Keine Prophylaxe kostet Zähne. Jeder Mensch hat in der Regel 20 gesunde Milchzähne und 32 gesunde bleibende Zähne. Und für kein Geld der Welt kann man sich neue gesunde Zähne kaufen.

Für Kinder Kassenleistung!

Die hier vorgestellten Prophylaxe-Maßnahmen sind Leistungen der gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Nur ganz wenige Einzelleistungen, die in besonderen Fällen sinnvoll und hilfreich sein können und über die wir individuell beraten, müssen aus eigener Tasche bezahlt werden.

Vertrauen Sie die Zahngesundheit Ihrer Kinder Profis an!

 

Noch besser: Lassen Sie sich persönlich beraten! Erfahren Sie, wie Sie und wir die Zähne Ihrer Kinder gesund erhalten. Vereinbaren Sie jetzt Ihren persönlichen Beratungstermin.
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